#6 Digital Hidden Champions: Wettbewerbsvorteile durch KI Vibe Coding
Shownotes
Die Revolution hat jetzt begonnen. In dieser Episode diskutieren Cobra-Geschäftsführer Jürgen Litz und der Experte Gerrit Brinkhaus mit Moderator Winfried Felser die Rolle von KI und Vibe Coding in der Softwareentwicklung und deren Auswirkungen auf Unternehmen – vor allem im Kontext der Digital Hidden Champions. Sie beleuchten die revolutionären Veränderungen, die durch KI in der Produktentwicklung entstehen, und die Notwendigkeit, diese Technologien strategisch zu nutzen, um Wettbewerbsvorteile zu erlangen. Das ist nämlich ganz eindeutig messbar in Zahlen und Produktivität. Vibe Coding ermöglicht autonomes Arbeiten und beschreibt einen Paradigmenwechsel. Darüber hinaus geht es um im praktische Anwendungen von KI, insbesondere im Pflegedienst, und die Herausforderungen, die mit der Implementierung neuer Technologien verbunden sind.
Studiogäste:
Jürgen Litz, Geschäftsführer cobra computer‘s brainware gmbH https://www.linkedin.com/in/juergen-litz/?originalSubdomain=de www.cobra.de
Gerrit Brinkhaus, Berater für digitale Produktstrategie, 25 Jahre Erfahrung in digitalen Führungspositionen, gelernter Journalist https://www.linkedin.com/in/gerrit-brinkhaus/?original_referer=https%3A%2F%2Fwww%2Egoogle%2Ecom%2F&originalSubdomain=de
Moderation:
Winfried Felser, Geschäftsführer Netskill Solutions Gmbh https://www.linkedin.com/in/winfriedfelser/?originalSubdomain=de
Ein Podcast der cobra – computer's brainware GmbH: https://www.cobra.de/
Eine Produktion von www.studiovenezia.de – the Podcast Company
Transkript anzeigen
00:00:01: Das ist die Podcast-Reihe Zukunft Deutschland.
00:00:04: Präsentiert von der Cobra Computers BrainWare GmbH.
00:00:11: Ja, herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Episode.
00:00:14: Wir bewegen uns ja im Thema Digital Hidden Champions, wovon wir in Deutschland ganz viele haben.
00:00:20: Und mit dabei wie immer Dr.
00:00:23: Felser, der uns unterstützt auch bei der Moderation.
00:00:26: Und unser Gast heute Gerrit Brinkhaus, der uns was Spannendes zum Vibecoding erzählt.
00:00:33: Ich als CEO von Cobra, wie immer der Gastgeber.
00:00:37: Gerrit Brinkhaus wird uns was sagen zu Vibe Coding und KI, wie Unternehmen zehnmal schneller werden.
00:00:44: Insofern ein hoch spannendes Thema eben nicht nur für die Softwarewirtschaft, die Software herstellt und vielleicht ergänzt.
00:00:51: und schneller produziert, sondern eben ganz offensichtlich auch ein Produktivitätsfaktor für die gesamte Wirtschaft, die davon erfasst werden wird, denn davon sind wir ja überzeugt, dass KI-Thema bringt Produktivitätssteigerungen in einem nie geahnten Ausmaß.
00:01:06: Etwas, was uns Herr Dr.
00:01:08: Felser aus der ökonomischen Brille heraus hoch interessiert, denn das klingt danach, als ob wir mit der gleichen Anzahl an Mitarbeitern vielleicht einen viel höheren Output haben können.
00:01:19: Und das ist natürlich für jedes Unternehmen ökonomisch hoch interessant.
00:01:24: Ökonomisch ist sicherlich ein Aspekt, was ich da auch spannend finde.
00:01:28: Gerade in einem Buch beginnst du ja mit der Revolution, die jetzt gerade anfängt.
00:01:32: Das ist glaube ich auch ganz besonderer Zauber, wenn man so früh bei etwas dabei.
00:01:37: Ich war nur bei den letzten Zugungen von Kobold dabei, das war nicht so spannend.
00:01:41: Und das zweite, die Serie heißt ja hier, ich muss mich immer noch konzentrieren, Digital Hidden Champions.
00:01:49: Und das eine ist das Ökonomische im Sinne von Effizienzgewinn.
00:01:52: Das andere ist aber, wenn wir die Hoffnung haben, dass gerade auch jetzt hier in Deutschland die Digital Hidden Champions quasi auf Augenhöhe in den Wettbewerb in den Internationalen gehen können, ist natürlich wunderbar.
00:02:04: Und eigentlich auch schon fast überlebensnotwendig, wenn gerade dann auch die Digital Hidden Champions sich so eines Werkzeugs bedienen und da hineingehen.
00:02:12: Und deswegen die erste Frage wäre letztendlich Gerrit an dich von meiner Seite zum Beispiel, was bedeutet das?
00:02:19: Die Revolution hat jetzt begonnen.
00:02:22: Wie empfindest du das persönlich?
00:02:23: Du bist ja auch schon ein bisschen länger im Geschäft unterwegs.
00:02:25: Und was heißt das für deutsche Unternehmen, insbesondere den deutschen IT Mittelstand?
00:02:31: Ja, also vielen Dank erst mal für die erneute Einladung.
00:02:33: Das freut mich natürlich riesig, dass die letzte Folge gut angekommen ist.
00:02:37: Und ich glaube, heute haben wir ein Thema, was nochmal vielleicht einen Level drauflegt, eine Schippe drauflegt.
00:02:46: Also ich selbst bin ja aktuell im Start-up Space Futurey in Frankfurt tätig und ich habe sehr viel mit Coding und mit Start-ups zu tun und ich sehe da etwas, was einfach wirklich, wirklich den Begriff Revolution verdient hat.
00:02:59: Ich meine.
00:03:00: heutzutage behauptet alles, dass es revolutionär ist.
00:03:03: Revolution ist irgendwie schon ein total inflationärer Begriff, aber in diesem Fall handelt es sich wirklich um einen Paradigmenwechsel.
00:03:10: Also mich erinnert es gerade so ein Stück weit an, als wir Mitte der Neunziger ganz, ganz vorne im Internet dabei waren und in USA gesehen haben, was gerade so entsteht und man einfach das Gefühl hatte, das ist ganz neu.
00:03:22: Das ist jetzt wieder so ein Moment, wo ich sagen muss, ich habe echt das Gefühl, wow, also das ist... wirklich anders.
00:03:29: Das kann man sich so vorstellen.
00:03:31: Sie hatten ja das Beispiel eines Hello World Projektes beschrieben.
00:03:36: Das heißt also, seit zwanzig, fünfzwanzig Jahren fängt jedes Projekt, jedes Tutorial, wo man irgendeine neue Sprache lernt oder so.
00:03:43: Ich rede jetzt vom Programmiersprachen.
00:03:45: Beginnt jedes solche Tutorial mit so einem, wenn du drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn Sachen machst, dann kriegst du am Ende einen kleinen Hello World Text.
00:03:55: auf irgendeinem Browser oder in irgendeinem Display angezeigt.
00:03:58: Und das war damals ein Erfolg.
00:04:00: Heute ist das so.
00:04:02: Und das ist jetzt ganz neu.
00:04:03: Das ist ja was dieser Begriff Wipecoding beschreibt.
00:04:06: Ich nehme ein Coding Environment von einer KI und sage, baue mir ein komplettes Tetris Game mit Scoring, mit Steuerung, mit Tönen, alles.
00:04:17: Und er macht das in einem Rutsch und es funktioniert.
00:04:20: Es ist da und es läuft.
00:04:22: Und ich habe dieses Ding.
00:04:24: Ich habe es unter Kontrolle, es ist mein eigenes, in Anführungsstrichen natürlich KI generiertes System, was ich gebaut habe.
00:04:32: Wie gesagt, das sind natürlich Anführungsstriche, aber das ist einfach ein solcher Wechsel.
00:04:37: Das ist mir lange nicht so gegangen.
00:04:39: Ich mache digitale Technologie auch seit Jahrzehnten, weil es mir einfach Spaß macht, dass immer neue Dinge um die Ecke kommen und es immer Neues zu lernen gibt, immer Neues zu entdecken gibt.
00:04:49: Und das ist jetzt wieder so ein Punkt, der wirklich was verändert.
00:04:52: Ja, würde ich auch sagen, ist etwas, was auf jeden Fall revolutionär ist.
00:04:56: Wir leben quasi an dieser Stelle in revolutionären Zeiten, die zu viel Veränderung führen werden und natürlich auch, wie das immer ist, Produktivität zu wachsen.
00:05:05: Das ist das, wo ich ja eben auch schon darauf referenziert habe.
00:05:09: Das ist natürlich etwas, was dann wieder, sagen wir mal, auch ein Schwung in der Innovation bedeutet.
00:05:15: Man kann halt einfach mit den vorhandenen, sagen wir mal, Kapazitäten mehr erreichen.
00:05:20: Und das ist natürlich eine Beschleunigung letztendlich an Innovationen, Herr Dr.
00:05:24: Felser, wenn man es so einordnen würde.
00:05:27: Ja, also auf jeden Fall.
00:05:28: Und deswegen ist es auch eigentlich keine Option, sondern eigentlich ein Muss.
00:05:33: Denn in Münster wurde nicht nur Herr Robert Meffert letztendlich brühmt, sondern auch der Professor Wackhaus und der hat immer vom komparativen Vorteil oder Nachteil gesprochen.
00:05:43: Also der dadurch entsteht, dass im Vergleich dann doch der andere irgendetwas.
00:05:47: besser oder schlechter macht.
00:05:48: Und deutsche Unternehmen, glaube ich, oder Dachunternehmen oder europäische Unternehmen, haben einerseits die Chance, das jetzt zu nutzen, um vielleicht auf Augenhöhe mehr oder eher gleich zu ziehen, weil ein Unternehmen mit dreißig Entwickler plötzlich so performt oder Dinge kann, die man früher nur mit drei Hundert Entwicklern haben konnte.
00:06:07: Umgekehrt bedeutet das natürlich, wer diesen Weg nicht geht.
00:06:11: hat natürlich enorme Wettbewerbsvorteile in Zukunft, weil es dann ökonomisch viel teurer ist, derselben Dinge zu entwickeln.
00:06:18: Also
00:06:19: Wettbewerbsnachteile, wer das nicht macht, sehe ich absolut, das ist so.
00:06:24: Und komparativer Vorteil, ganz klar, wer diese Techniken dann für sich verwendet.
00:06:29: Und die vor allen Dingen so zum Einsatz bringt, dass es dann auch diesen Mehrwert, diesen Versprochenen dann auch erbringt.
00:06:36: Denn das, was wir ja häufig sehen, ist, wenn Innovationen kommen, dass man da früh mitstartet mit einer gewissen Begeisterung.
00:06:43: freut sich drauf und wendet es an, führt im ersten Schritt nicht zu den Ergebnissen, die man sich wünscht und dann wird das vielleicht wieder nach hinten geschoben.
00:06:51: Ich will nicht sagen komplett weggeschoben, aber das Gerät erst wieder so ähnlich gartner, Hypecycle, dann wieder ein bisschen was in den Hintergrund, jedenfalls für die, die es dann verwenden sollten.
00:07:00: Die bleiben dann nicht dran, haben erste Tests gemacht und waren noch nicht ausreichend ermutigend und stellen dann die Aktivitäten ein.
00:07:08: Grundfalsch in diesem Thema.
00:07:10: Man muss da dran bleiben und Man hat ja bei diesen Innovationsschritten, die wir in der KI sehen.
00:07:15: Das ist ja, wenn man früher gesagt hat, so Internet alle drei Monate tut sich da was, scheint es in KI ja fast noch schneller zu sein, dass eben Dinge, die vor drei Monaten nicht gingen, halt jetzt gehen.
00:07:27: Und das heißt also, es ist ein Thema, wo man ganz dicht dran sein sollte oder muss, um dann eben diese Vorteile einzufahren.
00:07:35: Jetzt haben wir ja schon ganz euphorisch über das Thema gesprochen.
00:07:38: Jetzt wäre natürlich auch mal interessant zu wissen, was bedeutet das eigentlich?
00:07:42: Vibe Coding.
00:07:43: Wo kommt es her?
00:07:44: Was umfasst das eigentlich?
00:07:45: Wie kann man da ein besseres Gefühl letztendlich für bekommen?
00:07:48: Das Beispiel macht es ja schon klar, nicht nur Hello World, sondern Tetris oder ähnlich komplexe Dinge quasi on the fly.
00:07:55: Ich will nicht sagen in Echtzeit, aber relativ nah dran.
00:07:58: Aber was genau ist das für ein Thema?
00:08:01: Wie ist es entstanden?
00:08:02: Wo stehen wir da heute?
00:08:04: Genau.
00:08:04: Also ich würde zwei Aspekte sehen, das eine ist die ursprüngliche Definition, jetzt muss man sagen, und das zeigt auch, wie die Welt sich beschleunigt.
00:08:13: Die ursprüngliche Definition ist von Ange Kapathi, von Open AI, vom dritten Februar dieses Jahres.
00:08:20: Am dritten Februar hat er diesen Begriff erst geprägt, da ging der Esfiral auf Twitter.
00:08:26: Und jetzt schon ist es ein Thema, wo ich das Gefühl habe, dass die gesamte Welt schon weit erschlossen ist, es sich total etabliert hat, es ein riesen, riesen Thema in der Entwickler-Community ist.
00:08:40: Also was bedeutet es?
00:08:42: Kapazis-ID war eigentlich ursprünglich.
00:08:45: Ich habe dieses Wochenende nämlich mal hingesetzt, also das ist der ursprüngliche Tweet auch.
00:08:49: Ich habe diese Woche nämlich mal hingesetzt und habe rein aus Spaß per Spracheingabe mich quasi komplett auf den Vibe eingelassen oder von der KI erwartet, dass sie sich auf meinen Vibein lässt.
00:09:00: Wir haben zusammen sozusagen programmiert.
00:09:02: Ich habe einfach nur erklärt, was die KI bauen soll.
00:09:06: Die KI hat alles gebaut.
00:09:07: Wenn irgendwelche Fehler auftraten, habe ich sie einfach nur zurückgespiegelt und die KI alles reparieren lassen.
00:09:13: Ich habe mir gar nichts angeguckt, was den Code angeht.
00:09:17: Ich habe es einfach nur laufen lassen und die Ergebnisse waren herausragend.
00:09:22: So, das war der ursprüngliche oder das ist vielleicht die ursprüngliche Definition von Vibecoding.
00:09:27: Das ist die ursprüngliche Idee.
00:09:29: Ich würde jetzt hier noch einen Schritt weitergehen wollen und mich vor allem fragen und vor allem auch die Frage beantworten für deutsche Unternehmen.
00:09:36: Was bedeutet das denn?
00:09:37: Wie kann man sowas auch nutzbar machen?
00:09:39: Es gibt also einen großen Gap zwischen diesen initialen Projekten, die oftmals eher Prototypen oder Hobbyprojekte vielleicht sind hin zu wirklicher produktiver Nutzung.
00:09:52: Und darin liegt natürlich auch begründet, dass viele Unternehmen dort vielleicht noch nicht mal angefangen haben oder sich zumindest sehr schwer tun damit.
00:10:00: Deswegen habe ich in meinem Guide ganz konkret zusammengefasst, die Methoden, mit denen Unternehmen tatsächlich starten können.
00:10:07: Und da müssen wir uns auch klar machen, natürlich werden etablierte Unternehmen mit etablierten Teams nicht sofort auf einen Faktor drei Hundert kommen oder sowas, sondern das wird weniger sein.
00:10:19: Aber es ist immer noch ein massiv und auch inzwischen per Studien nachgewiesener Vorteil von Zwei-stelligen Prozentzahlen auf jeden Fall, die auch richtig, richtig große Teams schneller werden.
00:10:30: Das heißt also, das Initiale ist, sich überhaupt darauf einzulassen, mit dieser neuen Technik zu arbeiten, ein Stück weit auch die Augen aufzumachen.
00:10:38: Dann der zweite Punkt ist, dass wir in der Zusammenarbeit der Teams immense Vorteile erreichen können.
00:10:45: Beispiel Produktmanagement.
00:10:46: Ein Produktmanager kann jetzt quasi autonom arbeiten.
00:10:49: Früher war es ja so, ich muss als Produktmanager hingehen.
00:10:52: hab eine Idee oder hab vielleicht mit meinen Nutzern geredet, hab rausgefunden, dass die sich an bestimmten Stellen schwer tun und musste dann erstmal meinen Team überzeugen, hier einen ersten Prototypen zu bauen, wie eine bessere Lösung aussehen könnte.
00:11:04: Das kam dann in den großen Backlog, nennen wir das ja, das heißt die lange Liste aller Dinge, die wir immer mal tun wollten und die oftmals, also aus meiner Erfahrung, tausende Items umfasst, wovon ungefähr... Keine Ahnung, dreihundert, die Prio Null haben, also typische, typische Situation einfach so eines Entwicklungsteams.
00:11:25: Und jetzt komme ich als Produktmanager und sage, ja, hier ist noch eine tolle Idee, lass uns die nochmal ausprobieren.
00:11:30: Das ist dann meistens versandet.
00:11:33: Heute habe ich zum Beispiel als Produktmanager, als Designer in diesem Bereich die Möglichkeit autonom zu arbeiten.
00:11:39: Und das ist natürlich tatsächlich eine massive Geschwindigkeitserhöhung, eine massive Beschleunigung, weil ich einfach hier ganz anders unabhängig arbeiten kann.
00:11:50: Aber auch für die Entwickler selber ist es absolut hilfreich und es gibt inzwischen genug belegte Methoden, wie sie wirklich erheblich schneller werden können.
00:12:01: Ja hochspannend, wenn ich das jetzt so sagen wir mal aus meiner eher nicht technischen Perspektive so betrachte.
00:12:07: dann Produktmanager ist im Prinzip der Architekt, der das hinstellt, was das Produkt hinterher alles können soll, der das ermittelt, der viel in diesem Segment unterwegs ist mit Kunden spricht, was soll das Produkt können und dann quasi das Produkt erstmal on the scratch sozusagen plant gestaltet und der dann ja typischerweise oder klassisch immer einfach in die Entwicklung geht und dann da das quasi umsetzen lässt.
00:12:32: Das sind dann wahrscheinlich Dinge, die man sozusagen im Flow dann durchaus auch vorantreiben kann, indem man eben einfach diese Geschwindigkeit bekommt, indem man nicht mit dem ersten Wurf, den man da vielleicht haben will, in die Entwicklung geht, der dann kommt, dann da irgendwie nachschärft und optimiert, sondern vielleicht direkt so quasi auch im Zwiegespräch mit der KI schneller vorwärts kommt.
00:12:52: Vielleicht ist es auch, wenn ich jetzt gerade die Begriffserläuterung zu Vibe gehört habe, das, was man darunter versteht.
00:12:58: Man kommt in so ein Flow hinein.
00:13:01: dem man vielleicht als Produktmanager, der selber nicht umsetzt, sozusagen gar nicht hat, weil das zeitlich auch entkoppelt ist und man hier einfach fast in der Zeit nachschärft macht und tut.
00:13:12: Und dann ist das für mich natürlich sehr gut vorstellbar, dass man dazu erheblichen Geschwindigkeitssteigerungen kommt, Herr Dr.
00:13:17: Felser.
00:13:18: Also wenn man das sogar noch weiter denkt, dass man nicht nur im Dialog mit der einen KI ist, sondern im Dialog zum Beispiel im Team.
00:13:26: Ich liebe ja den Film Apollo XIII unter anderem.
00:13:28: wo es zur Krise kommt, dann muss man gemeinsam an einem Tisch plötzlich eine Lösung finden, sondern an diesem einen Tisch sitzen plötzlich halt auch noch nicht nur eine KI, sondern andere.
00:13:38: Aber dann kann man, also da wäre meine Frage, definiert sich nicht nur die Arbeit des Einzelnen ganz neu, zum Beispiel des Produktmanagers, sondern auch die Co-Kreative wird zum einen Hybrid im Sinne von.
00:13:50: die KI sitzt mit am Tisch und da mehrere, wenn das Agenten sind, mehrere KI's.
00:13:55: Und aber auch zwischen den Akteuren, auch zwischen den Menschen werden ganz andere Zyklen möglich.
00:13:59: Also mein Wunschtraum wäre, gerade wenn man jetzt in so einer frühen Evaluations- oder Spezifikationsphase ist, dass man eben nicht Pflicht eine Hälfte austauschen muss, fünfmal hin und her, sondern alle, die relevant sitzen, sitzen an einem Tisch, wie bei Apollo-III haben vielleicht so wie der Heliz, es mag mehrere Bildschirme oder sonst irgendwas, können alles direkt sehen und interaktiv quasi bis hin zur Generierung letztendlich des Produkts eigentlich arbeiten.
00:14:25: Und am Morgen fängt man an und am Abend hat man durch Zicht-Iterationen, durch einhängig so MVBs minimum viable Prototypes auf Speed, auf Steroiden letztendlich geschafft, etwas zu schaffen, was sonst wahrscheinlich Monate dauert.
00:14:39: Exakt.
00:14:40: Also ich habe zum einen konkrete, es gibt genug konkrete Beispiele, die ich hier dabei habe.
00:14:45: Ich kenne aber jetzt auch aus dem Future Start-up Space einen Startup, mit denen ich mich heute Morgen noch unterhalten habe, genau zu diesem Thema.
00:14:53: Und wie schnell die sind, ist faszinierend.
00:14:55: Apollo-III übrigens ein Film, den sich beide meiner Kinder angucken mussten, weil ich den auch so liebe.
00:14:59: Ähm, anderes Thema.
00:15:01: Ja, also es ist tatsächlich so, dass wir bei den jungen Unternehmer auf jeden Fall sehen können, dass die Beschleunigung massiv ist.
00:15:09: Also wirklich riesig.
00:15:11: Ja, Sie haben Unternehmen wie Loveable aus Schweden, Europäer immerhin, die... in acht Monaten bis auf hundert Millionen Jahresumsatz gekommen sind.
00:15:20: In acht Monaten.
00:15:21: Acht Monate nach Launch.
00:15:23: Kurze Nachfrage, was ist deren Geschäftsmeck?
00:15:26: Was liefern die an... Die liefern
00:15:28: selbst genau das, die liefern ein neues KI-Tool, was jetzt genau in diesem Kontext absolut nutzbar ist.
00:15:35: Das heißt, dass ich Prototypen nur noch per Beschreibung ergeneriere.
00:15:40: Das heißt, ich sage, gib mir eine Website, die Leads generiert.
00:15:45: für Was haben wir?
00:15:47: Mein CRM zum Beispiel.
00:15:50: Und dann erzeugte mir sofort eine wirklich schon rundherum durchdachte Website.
00:15:57: Wow.
00:16:01: Das ist absolut grandios.
00:16:02: Das ist wirklich eine Sache, die erheblich gerade auch das Prototyping verändert, weil ich eben tatsächlich eine funktionierende echte Website generieren kann, die mit Nutzern testen kann.
00:16:13: Aber ich sollte nicht den Fehler machen, dann zu denken, dass ich das einfach verkaufen kann.
00:16:18: Also so leicht geht es dann auch nicht.
00:16:19: Es ist dann dieser Productivity-Gab, in den ich reinfalle.
00:16:22: Also so ein Art Graben, der zwischen dem Prototyping und dem Produktionsbetrieb steht, der also dazu führt, dass ich die Prototypen im Zweifel nur als Vorlage verwenden kann.
00:16:37: Aber ich kann jetzt zum Beispiel so ein Prototypen nehmen.
00:16:39: Das sollte ich übrigens auch gerade in Deutschland besonders wichtig auch aus datenschutzrechtlichen Gründen und aus lizenzrechtlichen Gründen.
00:16:46: Sollte ich den dann nicht einfach glauben, ich kann ihn jetzt sofort verkaufen.
00:16:50: Sondern ich kann diesen Prototypen zum Beispiel nehmen und dann einer weiteren KI sagen, bau doch jetzt mal daraus ein wirklich funktionierendes Produkt.
00:16:58: Und um diesen Prozess dreht sich jetzt auch hier mein Buch, mein White Paper, dass wir diesen Prozess wirklich verstehen, wie Unternehmen damit umgehen können.
00:17:08: Das heißt, wirklich schneller werden, im Sinne von ein belastbares, produktionsfähiges Produkt zu bauen.
00:17:15: Weil das finde ich spannend auch an dem Buch, wenn das eben jetzt nicht so quasi auf eine einzelne Beziehung zwischen KI und Mensch gedacht wird, sondern im großen Bild einer großen Architektur.
00:17:27: Denn gerade jetzt, wenn da jetzt gesagt wird, Man kann nur quasi mal ein bisschen rum prototypisieren, dann ist das jetzt der jetzige Stand.
00:17:35: In gesamten Architekturen, die man hat, also auch was die Studien zeigen, human in the loop spielt eine Rolle, also gerade dass der Mensch dann doch nochmal sagt eigentlich will ich es aber so oder so oder so haben und dann kann man plötzlich sitzt der Kunde einfach mit an oder wird da zugeschaltet in der Riesen-Meeting, um insgesamt man kriegt.
00:17:53: Wenn Mensch und Maschine zusammenarbeitet, die beste Produktivität und es kann ja eine Wirkkette sein, wo am Anfang, wie gesagt, die Prototypen sind, aber dann tatsächlich auch die weiterentwickelt werden.
00:18:07: und man fragt ja immer, wenn die Halluzinieren oder Qualitätsprobleme, wenn man Dinge parallelisiert, Adversary-Strategien, Gegenstrategien, im Wettbewerb oder so oder Kritiker da einfließt, können am Schluss Dinge entstehen mit der Geschwindigkeit, die nachher auch eine Qualität haben.
00:18:23: die weit über ein bisschen Prototyp hinausgehen, da stehen wir noch am Anfang, das fände ich in so einem Buch auch spannend, sogar über diesen Vibe-Hype, in den Super Vibe-Hype zu gehen, wenn man nämlich sagt, wir sind nicht mehr damit zufrieden, letztendlich nur mit Prototypen zu leben, sondern wir wollen eigentlich so sagen, wenn wir die Gehirne an einem Tisch haben, die eigentlich nachher gemeinsam wissen, was sie sollen und wollen, dann soll eigentlich die Plattform, mit der man das macht, am Schluss helfen, eben zumindest ein sehr, sehr reifer Prototyp entsteht mit einer hohen Validität und auch mit einer hohen Einsatznähe, weil sonst kann so auch so ein Gap oder so ein Chesson entstehen.
00:19:03: Man macht total super Sachen und da muss man doch wieder irgendwie mühsam ran oder mit anderen Dingen.
00:19:10: Also ja, aber da würde ich jetzt sagen, wir sind schon über die Startphase hinaus.
00:19:15: Es gibt auch schon wirklich etablierte Modelle, wie dann auch die Produktimplementierung also die Tatsache der tatsache Bau des Produkts mit Karri massiv beschleunigt wird.
00:19:28: Aber dazu ist es eben wichtig zu verstehen, dass der Mensch in Kontrolle bleiben muss.
00:19:33: Also es ist nicht nur human in the loop also so mit drin, sondern der Mensch muss kontrollieren.
00:19:39: Ich sage immer Joom in the lead.
00:19:42: Der Mensch ist immer noch der, der führt.
00:19:46: Nicht nur in diesem Kontext, in anderen Kontexten ist das noch kritischer, dass man sich da halt nicht naiv drauf verlässt.
00:19:53: Aber so ein Szenario zum Beispiel, ich glaube auch, dass man da schon deutlich weiterhält.
00:19:57: Und wenn man jetzt sagt nicht nur Joom, sondern Joom Teams in the Loop, dann könnte es ja sogar sein.
00:20:04: dass ich fände es spannend, wenn das sogar global verschaltet wäre, so wie man heute Nier Sourcing oder wirklich Nier Show Offshore und whatever macht, könnte ja sogar sein, dass man das tatsächlich auch mit Teams, die Hybrid sind, letztendlich macht.
00:20:19: Und dann ist man wirklich, also dann ist exponentieller.
00:20:23: Also deswegen, das Einzige, was mir am Buch jetzt noch nicht so gut gefällt, ist der Faktor zehn.
00:20:29: Das ist unterambitioniert, sage ich immer.
00:20:31: Also, wenn man so eine Architektur hinbekommt, dann es sprengt, dass unsere Vorstellungskraft sich auch nur zu erahnen, was dann möglich ist.
00:20:42: Absolut.
00:20:42: Also, mir geht es schon darum, darzustellen, was wir wirklich realistisch erreichen können.
00:20:47: Und das ist natürlich also beyond the hype, das ist wirklich ein guter Begriff.
00:20:51: Ich will hier keinen Highband oder nur einen Highbreiten, der dann nicht haltbar ist, sondern... Aus meiner eigenen Erfahrung hat das wirklich, wirklich Hand und Fuß.
00:21:01: Aber dazu muss man eben verstehen, was man tut.
00:21:04: Das heißt, sie brauchen auch Senior-Entwickler, die dann wirklich die Themen in Kontrolle haben und behalten.
00:21:12: Und dazu gibt es Methoden, die weitaus besser geeignet sind als klassische Methoden, hier zu beschleunigen.
00:21:19: Zum Beispiel das Konzept der Flight Levels.
00:21:22: Das heißt, dass ich mir zu jeder Zeit klar bin, auf welchem Niveau ich mich gerade strategisch oder in der Umsetzung, also sprich taktisch sozusagen befinde und dort verschiedene Modelle anwende, dass ich also Dinge nicht vermische, sondern ich muss der KI immer sehr, sehr, sehr klar sagen, was ich genau haben will.
00:21:40: Das muss ich natürlich erst mal selber wissen.
00:21:42: Also die Vorstellung, dass jetzt, ich sag mal, nur noch ein Junior-Entwickler alleine irgendwie das nächste Unicorn baut.
00:21:50: Vielleicht kommt auch das eines Tages.
00:21:51: Das kann schon sein.
00:21:52: Dann haben wir vielleicht viele hundertfach Beschleunigung.
00:21:55: Aber momentan sind wir in der Situation, wo wir schon eine massive Beschleunigung sehen, auch in etablierten Teams.
00:22:05: vom Bild her so, dass, wenn wir so klassisch in eine Produktentwicklung gehen und sagen, da gibt es ein Thema, was uns als Softwarehersteller interessiert, wir kennen unseren Kern, wir dehnen den aus auf ein weiteres Thema.
00:22:17: Wir brauchen da jetzt ein Produkt.
00:22:18: Der Klassiker ist, dass man dann als Unternehmen das strategisch beschließt und sagt, okay, CEO plus Stakeholder sagen, in die Richtung wollen wir uns ausdehnen.
00:22:25: Wir wollen das Ressourcen bereitstellen, wir stellen Geld bereit.
00:22:28: Und dann kommt der Produktmanager, schaut sich das Thema an und macht dann quasi seinen Job, wie er in typischer Weise macht.
00:22:34: Der verändert sich dann aus meiner Sicht, aber jetzt gerade dahingehend, dass der Produktmanager dann eben andere Möglichkeiten hat.
00:22:40: Er ist immer noch derjenige, der ganz oben steht und sagt, okay, das ist das, was ich jetzt hier erreichen will, das ist das, was ich produzieren will.
00:22:48: Aber er produziert das anders als bisher und er kann es auch eigentlich aus meiner Sicht nach wie vor nicht einfach dem Entwicklungsteam überlassen oder den einzelnen Entwicklern, sondern er ist derjenige, der dann sozusagen aber eben jetzt unter Einsatz der modernsten KI-Mittel das Orchesteriert und sozusagen der Dirigent ist von dem, was dann das gesamte Team dann macht.
00:23:08: und das Team besteht dann natürlich aus ganz normalen, sage ich jetzt mal, Entwicklern, aber eben auch vielleicht aus KI.
00:23:16: Und wenn ich das jetzt hier mit dieser Flughöhe sehe, wo sind wir denn da wo?
00:23:21: Das wäre ja sowas wie für den Ökonomen des KPI System, was er hat.
00:23:26: Sind es dann eigentlich die Key Performance Indicator, die ich als Produktmanager habe und sage, an welcher Stelle bin ich denn gerade wie unterwegs und muss ich da nachschärfen und muss ich da weiter optimieren.
00:23:38: Also ich stelle es mir hoch spannend vor.
00:23:40: Es ist dann sowas Orkestrales sozusagen, Orkestriertes und führt dann eben einfach zu dem, was wir bei Innovation ja immer sehen, dass es schneller besser, toller wird.
00:23:52: Ja, muss ja auch so sein.
00:23:54: Wir haben stetige Weiterentwicklung überall, die jetzt hier vielleicht sogar in größeren Schritten erfolgt.
00:24:00: Mit anderen Tools heißt aber auch, dass sich der klassische Produktmanager da auch durchaus sehr umgewönen muss und diese neuen spannenden Themen auch wahrnehmen muss und einsetzen muss.
00:24:12: Und insofern finde ich also ganz spannend, wenn da ein Buch entsteht, welches da eine aktuell Empfehlung gibt, wie ist das einzuordnen, wie ist das zu machen, hochgradig klasse.
00:24:25: Jetzt sind wir alle schon so euphorisch bei der Sache, jetzt vielleicht mal so den kalten Schauer der Realität.
00:24:31: Also wo stehen wir, aber auch jetzt vielleicht viel interessanter, gerade die sich jetzt den Podcast anhören.
00:24:38: Die wollen natürlich dann einfach in die Thematik reinkommen.
00:24:42: Was heißt das für ein Setup?
00:24:45: Was sind die ersten Schritte, die man gehen möchte?
00:24:47: Und vielleicht auch am Schluss die Fragen, was sind Fehler, Risiken und ähnliches?
00:24:51: Also, dass wir vielleicht mal von dieser Euphorie, die begründet ist, ein bisschen auch dann in die Praxis geht, die halt dann doch noch in die ein oder andere Lernkurve muss.
00:25:02: Ja, also wenn wir den kalten Schauer anschaun wollen, dann haben wir halt... Diverse Themen, wenn wir jetzt hingehen würden, und so ein vibegecodedes Projekt tatsächlich produktiv nutzen wollten.
00:25:12: Ich hatte schon erwähnt, natürlich in Europa, in Deutschland, besonders wichtig und auch absolut legitim und sinnvoll sind Themen wie Lizenzrecht und Datenschutz.
00:25:22: Also Lizenzrecht.
00:25:23: zum Beispiel, wenn ich mit Lovable einen Prototypen baue, wir sind jetzt aktuell keine wirklichen Cases bekannt, wo das schon problematisch geworden wäre, aber da würde ich schon mal vorausdenken.
00:25:34: Es könnte die zenträchtlich so sein, dass die KI sich irgendwas aus irgendwo aus der Welt gegriffen hat, wo wir das selber gar nicht mehr sehen und gar nicht mehr nachvollziehen können, dass das jemand anderes intellektuelles Eigentum ist.
00:25:47: Dann hätten wir ein Problem.
00:25:48: Das heißt, das Modell ist, ich teste zum Beispiel mit Nutzern schnell, schmeiß das dann tatsächlich weg bzw.
00:25:55: viel besser.
00:25:56: Ich gebe das einen neuen KI als Modell.
00:25:59: Ich mache Fotos davon und sage, Wenn du jetzt, wenn ich jetzt als Unternehmen solide hier eine Applikation bauen möchte, die soll so und so aussehen.
00:26:08: Wir haben die schon getestet.
00:26:09: Wir wissen, dass das sinnvoll ist, was wir hier machen.
00:26:12: Wir wissen, dass es die Nutzerprobleme trifft.
00:26:14: Und das ist sicher auch ein Punkt, den viele Unternehmen erleben, wo sie vielleicht auch einen kalten Schauer erleben, wenn sie glauben, dass sie einfach KI auf irgendwas draufschmeißen müssen.
00:26:24: Und zwar KI auch noch als relativ generischen Begriff, sprich irgendein GPT.
00:26:30: irgendwo draufwerfen.
00:26:32: Lass uns mal ein Problem finden für die Technik.
00:26:35: Dann ist das der falsche Ansatz und da werden Sie eben einen kalten Schauer insofern erleben, als dass Sie erstens diesen Code so nicht benutzen können.
00:26:43: Zweitens Sie auch erleben werden, wenn Sie nicht ordentlich validieren und da nicht weiterhin Zeit reinstecken.
00:26:50: Tatsächlich ist das was, was mir Gründe auch so erzählen.
00:26:52: Gerade heute auch wieder gehört, das Coding ist jetzt viel schneller geworden.
00:26:57: Die Validierung der Nutzerbedürfnisse ist das, wo wir jetzt am meisten Zeit brauchen, aber das muss ja auch, das ist ja auch absolut wichtig.
00:27:05: Also wie gesagt, der einen kalter Schauer könnte sein, dass ich diese schnell generierten Systeme nicht produktiv nutzen kann und will, sondern ich muss lernen, wie ich diese Modelle dann übertrage in stabilen Code.
00:27:19: Das zweite ist dann, wie gesagt, dass ich weiterhin Produktmanagement und Nutzervalidierung löst es ein Problem.
00:27:28: habe ich meine Zielgruppe verstanden.
00:27:30: Man sagt ja, ich sollte mich nicht in mein Produkt verlieben, sondern in meinen Kunden.
00:27:35: Ja, ich sollte ja wirklich die Menschen lieben, denen ich hier gegenüberstehe, die mein Produkt kaufen sollen, deren Probleme sollte ich verstehen.
00:27:43: Und das bleibt auch in KI-Zeit oder so, das kann die KI nicht.
00:27:47: Wer also glaubt, dass er mal eben so einen Prototypen raushaut und den dann vielleicht auch zigfach iteriert und dann immer mal mit den Kunden ausprobiert, der wird auch wahrscheinlich auf diese Grenze stoßen, dass die allermeisten Leute keine Lust haben, sich mit zehn, zwanzig verschiedenen Versionen einer schlecht durchdachten Software irgendwie auseinanderzusetzen.
00:28:10: Sondern die wollen natürlich schon das Gefühl haben, dass ich als Anbieter sie wirklich verstanden habe.
00:28:16: Mir geht es konkret selber so.
00:28:17: Ich bin gerade in einem Projekt drin.
00:28:19: Da habe ich jetzt wochenlang dran gearbeitet, überhaupt mal mit den Firmen reden zu dürfen.
00:28:24: Und jetzt bin ich nächste Woche tatsächlich mal in diesem Fall bei einer Pflegedienstleitung, das heißt jemand, der sich den ganzen Tag um zu pflegende Menschen kümmert und um die Schichtpläne einsetzt und so was.
00:28:35: Da überhaupt mal einen Tag zugucken zu dürfen, ist ein Privileg.
00:28:39: Das ist nicht was, man denkt vielleicht so aus Anbietersicht oftmals, die Kunden müssen ja zu uns kommen und uns ihre Probleme quasi zutragen.
00:28:47: Das ist aber nicht so.
00:28:49: Ich muss immer noch sehr viel Arbeit reinstecken, die Probleme zu verstehen, aber dann kann ich eben weitaus schneller Lösungen anbieten.
00:28:56: Also das glaube ich auch und deswegen glaube ich ist das auch ein unheimlicher mentaler Schiff.
00:29:00: Also ich glaube einerseits ökonomischen Sinne von Effizienz, dass jeder letztendlich diesen Hebel nutzen kann und Hebel nutzen muss.
00:29:07: Ökonomisch sagen wir mal dann vom Einzelunternehmen in ganze Volkswirtschaften.
00:29:12: Ich glaube zum Beispiel Agenturen müssen sich neu definieren.
00:29:15: Gerade IT-Dienstleister müssen sich definieren.
00:29:17: Die ganze Architektur wird anders.
00:29:19: Und ich glaube, es ist dann auch wirklich nach einem mentaler Schiff, den man sich da letztendlich hingeben muss.
00:29:26: Um in so einem ganz neuen, mittardisruptiven Kontext, glaube ich, dann erfolgreich zu sein.
00:29:34: Was könnten denn... Wir haben jetzt im Vorfeld auch ein bisschen diskutiert, wie viele Digital Hidden Champions sind da unterwegs?
00:29:42: Wann werden die unterwegs sein?
00:29:44: Wird das eine breite... Transformation sein oder bleibt es zu lange in dem Pionierstatus.
00:29:50: Ist das für Deutschland potenziellen Wettbewerbsvorteil?
00:29:53: Ist es potenziellen Wettbewerbsnachteil, wenn wir es entweder als Pionier angehen oder letztendlich zu spät kommen?
00:29:59: Wie ist das denn im großen Bild?
00:30:01: Das eine ist ja, dass das Einzelunternehmen das angeht, aber wie im großen Bild letztendlich eine Volkswirtschaft wie Deutschland?
00:30:07: schaffen wir das, dass wir weder Herr Litz am Anfang formuliert hat, die Digital Hidden Champions letztendlich.
00:30:13: auch mit so einem Ansatz stärken können, oder droht uns ganz im Gegenteil, dass vielleicht gerade der deutsche IT-Mittelstand sogar eher noch darunter leiden wird?
00:30:23: Also ich denke, es wird sehr stark vom Verhalten abhängen und es wird davon abhängen, diesen neuen Paradigmenwechsel auch in der digitalen Strategie zu verstehen.
00:30:33: Es ändern sich einige Dinge ganz grundsätzlich.
00:30:36: Zum Beispiel, wenn Sie bisher ein Softwareprodukt angeboten haben, also der Herr Litz kennt das natürlich bestens.
00:30:43: Dann haben sie abnehmende Grenzkosten.
00:30:45: Das heißt, mit jedem neuen Nutzer sinken ihre Kosten.
00:30:49: Sie wollen also einfach nur möglichst viele Leute in ihre Plattform reinholen, weil das für sie immer billiger wird.
00:30:54: Also sie machen zwar mehr gleichmäßig mehr Umsatz, aber die Kosten dagegen sinken immer weiter.
00:31:01: Bei KI, wenn ein Projekt nicht gut geplant ist.
00:31:05: Ich werde jetzt von KI-Projekten, die auch tatsächlich KI-Leistungen zum Kunden bringen.
00:31:09: Wenn das nicht gut geplant ist.
00:31:12: dann werden sie sogar steigende Kosten haben.
00:31:16: Sie werden steigende Inferenzkosten haben mit jedem Nutzer, den Sie zufügen.
00:31:20: Daraus kann man ein Geschäftsmodell machen, wenn man das versteht, zum Beispiel indem man in besonderer Art und Weise seine Daten anfragen kann.
00:31:29: Also wiederholbar macht und eben nicht jedes Mal wieder auf die KI schmeißt, was mich nämlich Geld kostet.
00:31:35: Wenn ich das aber nicht verstehe, dann werde ich Modelle bauen, die sich mit zunehmender Nutzerzahl Immer mehr selbst cannibalisieren.
00:31:44: Das muss man wirklich verstehen.
00:31:45: Das ist ein wirklicher Unterschied.
00:31:47: Okay, verstehe.
00:31:48: Klar, weil ich nämlich einfach quasi diese Kosten der Engine habe, die einfach mit der Nutzung linear quasi steigen.
00:31:56: Und das ist jetzt anders zu sehen als ein typischer Softwarehersteller, der seine Software baut selbstverständlich pflegt, erheblichen Aufwand heute eben einfach hat.
00:32:04: Software auch immer laufrecht zu halten, zu pflegen, Release nachzuschieben und untersteckt ja einen riesen Arbeitsaufwand drin.
00:32:12: Aber dann ist natürlich für ein Softwarehersteller im Prinzip das Lizenznummer im weitesten Sinne, die dann verkauft wird.
00:32:19: wo ich dann typischerweise eben einfach keine weiteren Kosten habe, sondern die Kosten sind letztendlich die Entwicklungsmannschaft.
00:32:25: Hier kommt also noch was hinzu, was man wissen muss, ganz offensichtlich.
00:32:29: Das sind dann eben die KI-Kosten, die dann so wie Verbrauchskosten letztendlich natürlich sind.
00:32:34: Und verstehe also, dass das also zum Beispiel schon eine Veränderung ist zum reinen Software produzieren.
00:32:40: Da kämen wir auch gleich zu einer Fragestellung, die mich umtreibt.
00:32:43: Wenn wir jetzt über letztendlich Verwänder sprechen, nehmen wir mal so einen Pflegedienst.
00:32:50: Der Pflegedienst wird ja, wenn er mit Software arbeitet, irgendetwas haben, eine Einsatzplanung seiner Pflegekräfte, eine Abrechnung von den Pflegekräften, irgendwie nachhaltende Stunden, die die geleistet haben und und und.
00:33:02: Und dann wird da bestenfalls irgendwelche vermutlich in der Abrechnung Hilfestellungen haben, die ihm aufzeigen, auf was muss ich denn jetzt hier welche Tätigkeiten verwuchen.
00:33:13: Und dann habe ich vielleicht irgendeinen Träger, mit dem ich das dann im Nachgang abrechne.
00:33:17: Wenn ich das jetzt aus Software sehe, wir sind jetzt hier kein klassischer Hersteller für diese Klientel.
00:33:23: Softwarehersteller, aber ich kann mich gut hineinversetzen.
00:33:26: Die brauchen.
00:33:26: also dann, würde man klassisch sagen, irgendwie ein Pflegedienst-Software-Produkt.
00:33:31: Da wird es jede Menge Anbieter geben, wie das immer so ist.
00:33:34: Und die haben dann versucht, die Pain oder das, was dort zu lösen ist beim jeweiligen, also in dieser Branche der Pflegedienste, das dann zu generalisieren und zu bauen.
00:33:43: Die würden das klassische Software bauen, das Produkt ausbringen, Pflegedienst freut sich.
00:33:47: Wo kommt jetzt der Mehrwert für den Pflegedienst her, wenn wir da jetzt KI an den Start bringen?
00:33:51: Das ist mir persönlich jetzt noch nicht richtig klar.
00:33:56: Also, wir sind selbst gerade dabei.
00:33:58: Das ist ja auch ein konkretes Beispiel.
00:34:01: Einerseits zum Beispiel, einen Telefonassistenten zu bauen, der sich tatsächlich mit den Leuten unterhält.
00:34:09: Und da ist jetzt ein Aspekt von KI völlig neu und völlig anders.
00:34:13: Der kann richtig vernünftig reden.
00:34:15: Das ist kein... Hallo, wenn Sie dies und jenes wollen, drücken Sie die eins.
00:34:19: Wenn Sie das wollen, drücken Sie die zwei.
00:34:22: Das ist nicht so was, sondern der redet richtig vernünftig.
00:34:25: Der sagt, hallo, ich bin Felix, der Assistent, der redet schön langsam und wiederholt auch immer alles für alte Leute.
00:34:31: Ja, ich bin der Assistent von deinem Pflegedienst.
00:34:33: Ich kann deinen Problem hier verstehen.
00:34:35: Thema zum Beispiel bei Pflegediensten ist, wenn wir jetzt hier so sitzen würden und wir hätten einen Pflegedienst, dann klingelt die ganze Zeit das Telefon.
00:34:41: Wo bleibt mein Pfleger?
00:34:42: Ich warte schon seit einer Viertelstunde.
00:34:45: Und da muss jemand losrennen, guckt auf den Dienstplan und sagt, aber der soll erst in der Viertelstunde kommen, gerade erst so erlebt.
00:34:51: Und eine KI zum Beispiel könnte diesen Anruf sehr vernünftig abfangen, mit wirklich freundlicher, ruhiger, langsamer Art.
00:35:01: Die KI könnte auch zum Beispiel sich mit Senioren unterhalten und die nach ihrem Befinden fragen.
00:35:06: Wie geht es ihnen heute?
00:35:07: Zwickt sie irgendwas?
00:35:08: Das wäre jetzt... Ein Faktor.
00:35:11: Also
00:35:11: fantastisch schon.
00:35:12: Ja, jetzt müssen wir sagen, was sind denn das für Tätigkeiten, die da gemacht werden?
00:35:15: Also eine Terminvereinbarung, irgendwie Supporten der Pfleger ist nicht da, solche Dinge dann da irgendwie, das kann man sich ja sogar so weit denken, dass dann der Pfleger, der dort eigentlich hin sollte, dass der dann nochmal befragt wird, klappt das dann noch, wird es später und das könnte man alles automatisieren.
00:35:31: wäre jetzt eine Sache, die ich super naheliegend finde.
00:35:33: Und wir müssen ja an der Stelle immer sehen, dass es jetzt nicht die eigentliche Kernleistung eines Pflegedienstes genau diese Telefonate an der Stelle zu führen.
00:35:40: Das heißt, das ist ein Extra, was möglicherweise überhaupt nicht bezahlt wird.
00:35:44: Und wenn ich das abfangen kann durch Automatismen, durch Software, durch dann eben KI, dann habe ich dann natürlich ein Riesenmehrwert.
00:35:51: Das ist für mich jetzt völlig verständlich und eingängig schon mal ein Top Case, wo man für ein Unternehmen auch aus Kostensicht gedacht dadurch ein Riesenmehrwert hat.
00:36:00: Das wäre jetzt ein Fall.
00:36:01: Genau, dann der andere Fall wäre natürlich aus firmstrategischer Sicht.
00:36:05: Jetzt, wenn ich ein Anbieter von solcher Software bin, muss ich mir eben klarmachen, dass diese KI-Strategie heutzutage nicht nur in dem, wenn der Grenzkosten anders ist, sondern ich habe auch nicht mehr diesen Mode, diesen Graben durch Features.
00:36:22: Features werden heutzutage binnen weniger Wochen nachgebaut.
00:36:26: Das heißt, dass mein Distributionsmodell Und meine Nutzerbasis, dass der eigentliche Wert sind für künftige Softwareunternehmen gerade auch.
00:36:37: Weil es kann mich eine Konkurrenz so schnell nachbauen, dass diese, die brauchen, die Jahre mal auf unseren Stand zu kommen und so, nicht mehr gültig ist.
00:36:45: Auch das muss man sich klar machen.
00:36:47: Und das ist natürlich, gerade wenn wir von Hidden Champions reden, von Unternehmen, die vielleicht nicht die ganz großen sind, ist das natürlich eine Möglichkeit wieder aufzuholen, die jetzt ganz neu ist.
00:36:59: die uns ganz neue Möglichkeiten gibt.
00:37:01: Ja, also eigentlich kommt es jetzt zu einer doppelten Beschleunigung.
00:37:05: Das eine ist, wir beschleunigen den kreativen Prozess und haben dann auch noch eine Plattform, also das heißt, wir haben Vibecoding und andererseits haben wir auch eine KI, die schon ganz anders ist.
00:37:15: Also das meine ich mit den Dingen, die wir uns vielleicht noch gar nicht vorstellen können.
00:37:18: Das heißt, wir bekommen und das findet ja rückkoppelnd weltweit statt.
00:37:23: dann diese doppelte Beschleunigung unserer Kreativität um solche Systeme zu erstellen und was diese Systeme schon von der Basis können.
00:37:30: Ich habe an die Anekdote gedacht, wir halten ja Steve Jobs für so genial.
00:37:36: Aber in Wirklichkeit ist vieles, was er genial entwickelt hat in Paolo Alto bei Rang Serox abgekupfert worden, sind so diese bekannten Anekdoten.
00:37:47: Und jetzt denke ich, der hätte jetzt eine Vibe-Coding-Brille angehabt.
00:37:51: Also das war jetzt das Beispiel, man muss das abfotografieren, den Prototyp nehmen, abfotografieren und dann dem nächsten Coder oder Coding-Engine zur Verfügung stellen.
00:38:01: Und in the long run stellen man sich mal vor, jemand filmt das einfach ab, was er dabei rank Cerox sieht und sagt, hätte ich jetzt auch gerne in meinem System.
00:38:11: kommt nach Hause und hat plötzlich einen Desktop, wie man ihn vorher nicht kannte und wie er heute für uns der Standard in allen Systemen drin ist.
00:38:18: Weil das war ja das besondere, dass Steve Jobs genau das, was bei Rank Xerox war, das nur um einen Drucker oder ein Kopiergerät zu bedienen, hat diese neue Visualität und diese User Experience entwickelt.
00:38:33: Und er hat halt daraus quasi die neue Computer UX gemacht.
00:38:38: Und das war ein Riesenakt.
00:38:40: Heute wird man das vielleicht irgendwann einfach mal, wenn irgendwo eine gute Idee entstehen.
00:38:45: Und das ist natürlich auch eine Frage der Urheberrechte und so weiter.
00:38:48: Es wird natürlich regulatorisch auch ein Thema, weil wenn es da ist, ist es auch schon fast diffundiert, wenn man es nicht anders letztendlich das entsprechend darstellt.
00:38:59: Und das erleben wir bei der KI auch bei ganz anderen Themen, zum Beispiel bei Sprechern für Filme oder Ähnliches, wo dann Morgan Freeman jetzt gegen alle möglichen klamp.
00:39:08: die seine Stimme oder eine ähnliche Stimme, eine sehr ähnliche Stimme, wie seine Stimme nutzen, um in Filmen oder in irgendwelchen anderen Lobudget-Produkten zu verwenden.
00:39:18: Genau, also das ist sicher eine ähnliche Situation, die wir dort erleben werden, dass also diese ja vielleicht auch Demokratisierung noch mehr passiert.
00:39:27: Und ja, das stellt natürlich auch Lizenzrecht und all diese Fragen vor ganz neue Herausforderungen wiederum.
00:39:35: Gar keine Frage.
00:39:36: Aber grundsätzlich ist es natürlich immer schon so gewesen, dass Kunst oder Neuentwicklung, Kreativität auch von dem Zusammenfügen von Bekanntem lebt.
00:39:47: Genau, eigentlich schon immer.
00:39:48: Und ich meine, das Besondere an Steve Jobs ist sicherlich dieses, das Geniale ist im Prinzip diese Vision, die er dann aus diesen Inputs, die er hat, baut, baut er dann halt einfach.
00:39:58: vollständige Produkte, das was er da gesehen hat, war ja jetzt zwar schon was in die Richtung, aber eben nicht so zu Ende gedacht, wie Steve Jobs das gemacht hat.
00:40:06: Also von daher, irgendwo kommt das schon her, dass er diesen Stellenwert errungen hat und hinter ist immer alles ganz klar, weil man irgendwie so ein Endprodukt dann sieht, aber der Weg dahin ist halt nun mal wirklich das Komplexe.
00:40:20: und ja, da haben wir die Genialität von Steve Jobs ja ohne Zweifel immer gesehen.
00:40:24: und Ja, hier bei der KI würde ich sagen, wenn wir jetzt noch mal uns hineinversetzen in den deutschen Mittelstand.
00:40:31: Jetzt würden wir sagen, dieses Progressive haben wir jetzt nicht unbedingt in jeder Branche und sind bestimmte Branchen weiter vorne beim mutigen Einsatz von KI.
00:40:42: Andere brauchen da was länger.
00:40:45: Ich glaube, das, was man dann da immer besonders herausstellen muss, ist jetzt nicht, dass das dann eine revolutionäre Technik ist, sondern im Prinzip hat ja ein Unternehmen oder eine Organisation.
00:40:55: hat halt Herausforderungen, eine gewisse Pain und die soll gelöst werden.
00:40:59: Das verstehen wir als Softwarehersteller alle schon immer.
00:41:03: Da gibt es also irgendwelche Herausforderungen und da wollen wir eine Lösung anbieten, auf dass das vielleicht überhaupt sozusagen gehandelt werden kann oder aber eben schneller besser toller.
00:41:15: Und ich glaube, da erschließt sich dann auch jedem recht schnell, wo dann die Vorteile liegen, wenn man sie dann so produzieren kann, wie wir es jetzt gerade gesprochen haben.
00:41:26: Pflegedienst hat viele Anrufer und die automatisiert zu bedienen.
00:41:30: Tolle Sache.
00:41:30: Gibt es dann noch weitere Beispiele in die Richtung, wenn wir jetzt auch nochmal an den Pflegedienst denken, in dem was die sonst machen, Einsatzplanung oder vielleicht auch Mitarbeiter, die sich dann vielleicht automatisiert oder die sich melden und dann wird das vielleicht eingetragen, gemacht, getan, was dort.
00:41:48: Also zum Beispiel eine weitere Idee, die wir gerade verfolgen und auch wirklich auch als Produkt, als Prototypen verfolgen, ist ein Dokumentmanagement, was tatsächlich die Inhalte automatisch erkennt.
00:42:00: Ich meine, das kennen Sie inzwischen schon an vielen Stellen, wenn Sie bei einer guten Bank sind.
00:42:04: Interessanterweise ist aus meiner Erfahrung die Sparkasse da ziemlich weit vorne.
00:42:08: Sie laden eine Rechnung hoch und erkennt automatisch, was ist das, an wem geht das?
00:42:12: und so weiter.
00:42:13: Darauf, ganze Geschäftsprozesse aufzubauen.
00:42:17: jetzt innerhalb eines, entweder innerhalb eines Produktes für eine bestimmte Branche oder auch innerhalb eines bestimmten Unternehmens, ist natürlich dann jetzt mit Vibecoding weitaus leichter möglich.
00:42:28: Erstens, Sie können sich, wenn Sie eine Software einkaufen, wo Sie vielleicht nur einen klitzekleinen Bruchteil von brauchen, von all den Funktionen, ist ja oft so.
00:42:36: Sie können sich überlegen, ob Sie es nicht selber sich hinsetzen können und sich den ganzen Dienstleistern, den ganzen Anbieter rum, rum sparen.
00:42:44: Jetzt sage ich, was falsch ist hier für Sie.
00:42:47: Aber grundsätzlich natürlich ein Gedanke, der uns dort ... Richtig, richtig auch die Firmenwelt verändern könnte, die Prozesse verändern könnte.
00:42:58: Also ich bin da gar nicht dagegen, weil im Prinzip ist es so, ein CRM ist immer der Chor von allem und da gehört am Ende immer alles rein, denn sonst hat man es nicht sicher gespeichert und immer verfügbar und transparent über alles.
00:43:09: Da wird es immer ein CRM-System geben müssen.
00:43:13: Das ist das Tolle, wenn man ein CRM-Software herstellt.
00:43:18: Was ich aber jetzt hier gerade sehe, was für uns ja hoch interessant ist, auch wenn man das jetzt mal aus CM Sicht sieht, dann haben wir ja einen gewissen Chor, den wir bedienen und bestimmte Dinge, die für uns weniger interessant sind.
00:43:30: weil es dann vielleicht sehr weit auseinander geht.
00:43:32: Man hat natürlich als Software-Steller ein Ecosystem um sich herum, wo man das, was so typischerweise gefordert ist, dann bereithält für seine Kunden, sodass die aus einer Hand da was bekommen können.
00:43:42: Aber um Daten in ein System hineinzubekommen und wenn dort noch weitere Lösungen entstehen, die das dann mit KI machen oder Dokumentenmanagement oder sagen wir mal Formulare, die man, sagen wir mal, ausfüllen ließe als Pflegedienst vor Ort.
00:43:57: digital und die dann einsammelt und vielleicht KI unterstützt, noch mal besser sortiert oder den Inhalt dessen, was da ankommt, dann segmentiert und dann automatisiert im CLM einträgt.
00:44:09: Das sind ja alles Dinge, wo ich denke Produktivität zuwachs.
00:44:13: Wenn das ein Mitarbeiter machen muss, der bekommt dann ein Zettel, muss den erfassen ins System hinein, wie die Klassik ja so ist.
00:44:19: Das sind natürlich alles Prozesse, wo ein Pflegedienst sehr stark profitieren würde, weil er da menschliche Ressourcen automatisieren kann, die dann frei werden für den eigentlichen Kern des Geschäftsmodells eines Pflegedienstes.
00:44:32: Dass diese ganzen Verwaltungsarbeiten drum herum, gerade in Deutschland, wo wir so viel Verwaltung haben und immer mehr für die Unternehmen, da wäre das natürlich ein Segen, wenn man genau an den Stellen, die nicht Kern des Geschäfts sind, dann einspart durch KI.
00:44:46: Genau, das wäre für mich auch so ein Ziel, dass wir für diese Menschen, die sich da wirklich jeden Tag hart engagieren für pflegebedürftige Menschen, die Wirklich also ich weiß auch was eigene Anschauung.
00:44:59: Da oftmals auch ein wirklich hartes Leben haben.
00:45:02: Jeden Tag Herzblut reinstecken in die Pflege dieser Menschen, dass wir die entlasten von all diesem Zeug außen rum.
00:45:08: Also ich weiß zum Beispiel beim Pflegedienst ist es so, dass die Leute, wenn sie dann vor Ort waren, viele machen das so, weil sie dann vielleicht doch.
00:45:17: mit den gegebenen Lösungen auf dem Handy oder so nicht so zufrieden sind.
00:45:21: Die schreiben sich alles, was sie dokumentieren müssen, auf Zetteln auf und müssen dann abends, wenn sie nach Hause kommen, das alles nochmal ins Computersystem übertragen.
00:45:28: Jetzt hat Siemens zum Beispiel im großen Stil vorgestellt, ein Produkt, wo der Arzt jetzt als Beispiel in einer ähnlichen Situation kommt zum Patienten, redet mit dem Patienten, in seinem Name Tag eine Kamera und ein Mikrofon hat.
00:45:43: Und eine KI transkriviert hinten dran alles, was besprochen wurde, fügt das gleich in die Patientenakte ein.
00:45:50: Und der Arzt hat viel mehr Zeit, sich tatsächlich zugewandt, um seinen Patienten zu kümmern, anstatt die ganze Zeit da zu hocken und ihnen ein Keyboard zu tippen.
00:45:58: Was ja oftmals ein wirklich Großteil der Arbeit auch ist.
00:46:03: Und
00:46:03: diese vor allen Dingen vergleichsweise natürlich für den Arzt völlig unqualifiziert.
00:46:07: Er hat diese ganzen Erfassungsaufgaben, die er da ungünstigerweise hat.
00:46:11: Da ist er ja eigentlich viel zu überqualifiziert dafür, dass er das macht.
00:46:15: Und wenn die KI ihm das abnehmen kann, hat er mehr Zeit für wertvolle Tätigkeiten, die er ja ohne Zweifel eben macht, die viel wichtiger sind insgesamt gesehen für sein gesamtes Berufsbild.
00:46:28: Find ich also hochspannend, das sind die richtigen Wege, wer da weiter vorne ist.
00:46:34: Transkribiert ja eh, heutzutage macht man mit irgendwelchen Note-Takeern schon in den Konferenzen, aber das dann weitergedacht ist dann halt KI unterstützt, das dann vielleicht eine automatisierte Ablage dieser Dinge geschieht.
00:46:47: Man muss ja immer gucken, wo fällt wie viel Zeit in so einem Unternehmen an wie auch an einem Pflegedienst und welche Zeit davon kann ich vielleicht reduzieren zum Wohle mehr Zeit an dem Zuflegenen zum Beispiel.
00:47:02: Das heißt, wir haben ja jetzt quasi das Thema doppelt beleuchtet.
00:47:05: Das eine ist Vibe, Vibecoding, quasi der kreative Prozess und das, was nachher entsteht oder was auch die Basis ist im Sinne von KI generell.
00:47:14: Was sind denn jetzt noch Dinge, wenn einer sich auf den Weg macht, die wir noch anreißend diskutieren sollten oder wo im Buch dann noch Lücken gefüllt werden, die vielleicht bei dem ein oder anderen sich in so einem Kontext ergeben, der sich tatsächlich auf den Weg machen möchte?
00:47:29: Also das erste wäre sicherlich erstmal sich zu trauen und einfach anzufangen.
00:47:33: Das ist natürlich dieser initiale Zauber, sag ich mal, den habe ich viele Jahre lang so nicht gespürt, wie jetzt gerade an dieser Stelle.
00:47:44: Wenn ich aber produktiv wirklich mit KI arbeiten möchte, um jetzt Softwareprodukte zu erstellen, dann sollte ich eben diverse Dinge verstehen.
00:47:54: Dazu gehört zum Beispiel, dass die KI, also viele Menschen an dieser Vorstellung, das höre ich immer wieder, Wenn die KI das alles coded, dann kann die das ja auch kontrollieren.
00:48:03: Also was die da so geschrieben hat, das kennt dir.
00:48:07: Das ist aber nicht so.
00:48:08: Die KI hat absolut keine Ahnung, was sie da geschrieben hat.
00:48:12: Sie hat keine Ahnung, ob das funktioniert.
00:48:13: Ich kann natürlich nachher hingehen und ihr wieder sagen, analysiere deine eigenen Sachen.
00:48:17: Aber für die KI ist das das Gleiche, ob er das selber geschrieben hätte oder jemand anders.
00:48:21: Beziehungsweise ein zweiter Aspekt, den ich mir auch immer klarmachen sollte, wenn ich dann wirklich produktiv arbeiten will, ist, Die KI neigt extrem dazu, ich sag mal so, Patchworkprodukte oder Frankensteinprodukte herzustellen.
00:48:37: Wenn ich ihr nicht glasklare Regeln gebe, dann wird die KI anfangen, sich von überall her irgendwelche Teile zusammenzusuchen und die zusammenzustecken.
00:48:48: Ich muss also als Mensch immer in Kontrolle bleiben und muss auch bereit sein, das auch zu investieren, dass ich zu jeder Zeit kontrolliere, was die KI tut.
00:49:00: und das auch zu jeder Zeit verstehe.
00:49:03: Also diese Vorstellung, die vielleicht in einigen Jahren der Andrew Karpaty hat da gerade auch ein neues Interview dazu rausgebracht, war auch in einem Podcast, wo er also gesagt hat, wir sind sicher noch zehn Jahre davon entfernt, dass solche Agenten tatsächlich autonom wirklich selber arbeiten können.
00:49:20: Ich muss also mein Produkt wirklich selber noch verstehen als Mensch.
00:49:25: selber kontrollieren und immer auch auf die typischen Fußangeln der KI achten zum Beispiel.
00:49:31: Ich kann jetzt viel besser als früher Tests einführen.
00:49:36: Ja, das ist typischerweise was ich weiß nicht wie viel Projekte ich schon gehört habe, wo die Entwickler gesagt haben, oh wir wollen mit Test Driven Development starten, das bedeutet ich schreibe erst den Test und füge dann die Software ein.
00:49:46: Hab noch keins gesehen was auch so geendet ist, sondern irgendwann auf dem langen Weg ist das immer hinten runter gefallen.
00:49:53: Ich kann jetzt weit aus besser und schneller automatisch auch Tests erstellen lassen.
00:49:58: Aber ich muss mir klar sein, die KI neigt dazu, die Tests immer erfüllen zu wollen.
00:50:03: Die schreibt dann also Cases, selber schon genauso erlebt zum Beispiel.
00:50:08: Sie haben ein Artikel, ein Nachrichtenartikel und sie wollen die Sprache bestimmen, weil sie brauchen immer die Sprache, damit sie nachher sinnvoll dann auch damit umgehen können mit dem Inhalt dessen, was sie dort haben.
00:50:19: Deswegen ist die Sprache wichtig.
00:50:21: KI macht dann aber sehr gerne solche Sachen wie Wenn ich gerade die Spare nicht sehen kann, dann schreibe ich einfach Deutsch hin.
00:50:28: Und dann habe ich also das Thema, dass ich meine Liste, erstmal meine Tabellen, meine Datenbanken, alles sieht alles super aus, weil es ja überall gefüllt oder überall bekannt.
00:50:37: Nur dass die KI mir so hinten rum quasi einen Code reingeschoben hat, der einfach eine fehlerhafte Information in dem Fall.
00:50:45: Der Code funktioniert, aber die Information ist falsch.
00:50:48: Dass sie mir das da untergeschoben hat, das habe ich... Und Umständen erstmal nicht gemerkt, wenn ich nicht die richtigen Methoden verwende, um das eben zu bemerken.
00:50:57: Das heißt zum Beispiel, dass ich wiederum weitere Agenten aufsätze, die die Ergebnisse der KI jeweils überprüfen.
00:51:05: Mit immer nur einer singulären Aufgabe.
00:51:09: Also das wäre was, was ich immer empfehlen würde, der sich dort auf den Weg machen will.
00:51:14: Beschäftige damit, was funktioniert und was nicht.
00:51:16: Es wird nicht überall alles jetzt Gold sein von heute auf morgen, das ist ganz klar.
00:51:20: Beispielsweise.
00:51:21: Wir müssen sich klarmachen, wenn sich Dinge in irgendeiner der großen Kali-Modelle, sei es Cloud, Gemini, GPT-Five, übergeben, dann würde ich mich niemals persönlich darauf verlassen, dass diese Daten nicht auch irgendwo landen.
00:51:35: Das heißt, ich will dort nicht drin haben persönliche Daten, irgendwas, was datenschutzrelevant ist.
00:51:40: Ich will dort nicht drin haben irgendwelche Passwörter von meinen eigenen Systemen, irgendwelche auch nur Informationen darüber, wie man diese Systeme aushebeln kann.
00:51:50: Es gibt bestimmte Bereiche, die sollte ich auslassen, die sollte ich kapseln und schützen.
00:51:55: Und es gibt andere Bereiche, in denen kann ich gut und schnell vorwärts arbeiten.
00:51:58: Also, das zu verstehen und sich einen klaren Plan zu machen.
00:52:02: Hier wollen wir das einsetzen, hier wollen wir es nicht.
00:52:05: Diesen kleineren Bereich schützen wir vielleicht gezielt.
00:52:08: Wie mache ich mir zum Beispiel, stelle ich zum Beispiel sicher, dass Nutzerdaten rübergehen an eine KI?
00:52:14: Wie gestalt ich das Hosting und welchen Anbieter wähle ich überhaupt aus?
00:52:20: All diese Fragen sind, denke ich, dann mal so der Schritt zwei, sozusagen, wenn ich initial erstmal überhaupt eine gewisse mich aufgewärmt habe für das Thema.
00:52:30: Ja, wir sind quasi im Schlusssprint.
00:52:32: Hellitz, als Host noch ein Schlusssatz.
00:52:34: Was ist so der Eindruck des heutigen Gesprächs aus Sicht auch eines Geschäftsführers, eines IT-Mittelstandsunternehmens?
00:52:42: Softwareherstellers?
00:52:43: Genau.
00:52:44: Klar, hochinteressant natürlich.
00:52:47: diese Perspektiven, die wir jetzt hier dargestellt bekommen haben, insbesondere weil sie aus der Praxis kommen.
00:52:52: Theorie haben wir ja schon viel gesehen dazu, aber jetzt mal sozusagen den direkten Praxisbezug, sozusagen auch mit Use Cases, zum Beispiel diesem Pflegedienstthema finde ich hoch spannend.
00:53:06: Wir haben jetzt auch erfahren, die Widerigkeiten, die da etwa ich im Detail stecken können.
00:53:11: Das ist für uns bei Cobra.de natürlich insofern spannend, weil wir ein CM haben, was den Datenschutz komplett einhaltbar macht, also die DSGVO, die im Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr sensible Daten und und und jetzt nicht verwendet und die dann kapselt.
00:53:42: Aber das ist auch ein gutes Learning heißt eben für mich dann auch, man muss bestimmte Themen eben nicht einfach auslassen, sondern man muss sie beherrschen und in dem Fall wäre das so, dass man da eben halt diese Kapselung und Trennung hat.
00:53:55: Insofern, ja, großer Mehrwert für mich und spannend.
00:54:00: Ja, mein Schluss war es vielleicht noch dazu.
00:54:03: Alles weitere liest man dann hoffentlich in dem Bestseller, Spiegelbestseller von Gerrit Brinkhaus demnächst.
00:54:09: Wer Fragen hat, findet Gerrit Brinkhaus dann auch direkt auf LinkedIn.
00:54:13: Und ich glaube, wir gerne bereit, um dann Kontakt und den Dialog aufzunehmen.
00:54:18: Absolut.
00:54:18: Ja.
00:54:19: Und dann hoffen wir mal, dass wir die spannende Serie, vielleicht gibt es ja sogar noch mal ein drittes Mal, wo wir das Thema diskutieren, aber ansonsten.
00:54:26: dass wir insgesamt auch das Thema Digital Hidden Champions jetzt mal beleuchten.
00:54:30: Und das war für mich heute auch ein Highlight, weil ich glaube, das ist ein Schlüsselfaktor für die Zukunft dieses Segments.
00:54:37: Vielen Dank in die Runde.
00:54:38: Vielen Dank.
00:54:39: Besten Dank.
00:54:44: Sie hörten eine Folge der Cobra-Podcastreihe Zukunft Deutschland.
00:54:49: Wenn Sie die künftigen Folgen nicht verpassen möchten, drücken Sie die Glocke und abonnieren, teilen und bewerten diesen Podcast.
00:54:55: Dafür ein herzliches Dankeschön.
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